SV Bergedorf-West – Eine marode Anlage, die schon längst saniert werden sollte

Der SV Bergedorf-West ist ein eingetragener  Sportverein, der in Bergedorf- West seit dem Jahr 1971 existiert.

In diesem Verein kann man an Gymnastik- Kursen teilnehmen,  Tischtennis, Volleyball und Fußball spielen. Die Fußball Abteilung musste in den letzten Jahren  herbe Verluste in Kauf nehmen. In den 90er Jahren spielten ca. 14 Fußballmannschaften für den Verein,  heute hat der Verein nur noch eine Herren- Mannschaft. Die Anlage ist marode und seit Ewigkeiten soll der Grandplatz zu einem Kunstrasenplatz umgebaut werden. Der Grandplatz wird nicht nur von dem Verein Bergedorf-West e.V. genutzt, sondern auch von diversen Freizeitmannschaften anderer Vereine.

bewebolzplatzAm 30.12.16 trafen sich unsere jüngsten Mitglieder der SPD Bergedorf- West, Sheba Wangui und Daniel Desmond Arthur, um mit dem Vorstandsvorsitzenden des Vereins, Waldemar Meya, über die problematische Situation des Vereins zu sprechen. Waldemar Meya hat polnische Wurzeln und ist  in Bergedorf West aufgewachsen. Seit stolzen 40 Jahren ist er im Verein tätig.

Herr Meya erklärt, dass der marode Zustand der Anlage u.a. das Resultat des herrschenden Vandalismus ist. Hieraus resultiert  auch die geringe Attraktivität Mitglied im Verein zu werden, um Fußball zu spielen.

Er betonte, dass ein Kunstrasenplatz als ein Ort der Begegnung, vor allem auf dem Vereinsgelände, wichtig sei.  Im Stadtteil Bergedorf- West hat man ein Umfeld, in dem einige Asylunterkünfte bestehen und generell ein hoher Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund vorhanden ist. Diese verschiedenen Kulturen machen diesen Stadtteil zwar aus, aber auch integrationsbedürftig. Ein Kunstrasenplatz, der die Integrationsarbeit stärkt, könnte ein enormer Vorteil für den Stadtteil sein, der mit vielen verschiedenen Problemen zu kämpfen hat.

Im Verein hat man die Möglichkeit, Jugendarbeit zu leisten, womit durchaus auch eine gewisse Bildungsarbeit für die Jugendlichen im Stadtteil einhergeht, die für die grundsätzliche  Integration maßgeblich ist.

Überfüllte Jugend- Mannschaften  im Umkreis könnten durch eine gesteigerte Attraktivität des Sportplatzes entlastet werden. Mit der benachbarten Friedrich- Frank- Bogen Schule oder der benachbarten Stadtteilschule Bergedorf, die die größte Schule Bergedorfs ist, könnte kooperiert werden. Man würde sich auch gerne gemeinsam mit  diesen Institutionen für die Entstehung eines Kunstrasenplatzes einsetzen wollen.

Herr Meya setzt sich bereits seit über 10 Jahren für die Sanierung der Anlage ein, damals noch mit dem verstorbenen Distriktsvorsitzenden der SPD Bergedorf- West, Fritz Manke. Laut Meyer schlug das Bezirksamt bereits damals vor, aus der Grandplatzfläche  Bauland zu machen. Für Herrn Meya kommt dies allerdings nicht infrage. Schließlich ist der Verein für viele Mitglieder und ihn ein großes Stück Heimat, verbunden mit vielen Erinnerungen, Freundschaften und der Integrationsarbeit, die daraus entsteht.

Jakub Wozniak, Vorsitzender der SPD Bergedorf-West: „ Die Aussagen von Herrn Meya haben mich sehr berührt. Politisch möchten wir uns als kleinster SPD Distrikt Bergedorfs nun für einen Kunstrasenplatz stark machen. Wie bereits mein hochgeschätzter Vorgänger Fritz Manke, wissen wir um die dicken Bretter, die gebohrt werden müssen. Doch wissen wir auch, dass ein vehementes Nachbohren auch zu Erfolgen führen kann. Vorbild ist der Bolzplatz auf dem Gelände der Gewerbeschulen zwischen Ladenbeker Furtweg und Billwerder Billdeich. Jahrelang wurde debattiert, bis schließlich Schulbau Hamburg den Asphalt-Acker für 270 000 Euro mit dem geforderten Belag ausstattete.“

Sheba Wangui & Daniel Arthur

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