Kanzler?- Katastrophe?

Das Jahr 2016 ist in vollem Gange. Es ist auch alles andere als langweilig. Im Süden gehen starke Regengewitter herunter, Häuser werden überschwemmt, Menschen sind gezwungen ihr Hab und Gut stehen und liegen zu lassen. Ein Naturphänomen? Der Klimawandel? Kurzgesagt, man weiß es nicht. Am einfachsten lässt sich sicherlich sagen:“ Eine Mischung aus beidem“, sagen die Politiker und wiederholen im Prinzip die Expertenmeinungen.

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Doch nicht nur das Wetter schlägt Kapriolen, auch politisch tut sich was. Es brodelt nämlich mal wieder die Gerüchteküche. Wie vor jeder Bundestagswahl stellt sich die eine so wichtige Frage: „Wer wird Kanzlerkandidat“. Dabei haben wir Sozialdemokraten sicherlich alles andere als eine einfache Antwort. Das Prozedere dabei ist stets dasselbe. Es werden zunächst einige Namen in den Raum geworfen und anschließend werden die genannten Namen aussortiert. Entweder, weil die Personen selbst sofort mögliche Kandidaturen ausschließen, weil sie bereits die Erfahrung einer Kandidatur hinter sich haben oder sich schlichtweg nicht die Finger verbrennen möchten. Und man muss leider auch zugeben, dass die Ausgangssituation für einen Kanzlerkandidaten unter SPD Flagge alles andere als rosig aussieht- ja schon fast aussichtslos. Die Gelegenheit ist alles andere als günstig. Doch all die Spekulationen sind meist zwar sicherlich amüsant und befeuern auch so manch einen abendlichen Stammtisch, uns weiterbringen tun sie leider nicht. Damit bleibt es abzuwarten, ob sich ein mutiger Sozialdemokrat findet, der sich auf den mühesamen Weg durch den Wahlkampf macht. Es bräuchte also einen Kandidaten -oder auch gern mal eine Kandidatin-, die ähnlich einem Naturphänomen die Bürgerinnen und Bürger umhaut, nur nicht mit quälenden Wasser- und Schlammmassen, sondern mit Argumenten und Vorhaben, die dort ankommen, wo sie hingehören. Zum Beispiel bei Menschen, ähnlich wie in Braunsbach und Umgebung, die auf unmittelbare Hilfe angewiesen sind.

Jakub Wozniak

Das Leben und Wirken des Altbundeskanzkers Helmut Schmidt

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Am Sonntag, 22.05.2016 lädt die SPD Bergedorf-West erneut zum „Politischen Kaffeetrinken“ im Bürgerhaus Westibül ein. Das Thema ist „Das Leben und Wirken des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt“. Hierfür sind Zeitzeugen geladen, die dem ehemaligen Wahlkreis Bundestagsabgeordneten für Bergedorf und dem späteren Bundeskanzler – Helmut Schmidt nahe standen:

Dr. Rolf Niese, ehemaliger Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Bergedorf, der als Nachfolger von Helmut Schmidt in den Bundestag einzog und Peter Walter, ehemaliger persönlicher Referent des Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Beide Referenten haben den Altbundeskanzler persönlich und auch politisch begleitet und können selten gewährte Einblicke über den Weg des Altbundeskanzlers ermöglichen. Wir freuen uns, diese Referenten für die Veranstaltung gewonnen zu haben und es wäre uns auch eine Freude, mit Ihnen und den Referenten ins Gespräch zu kommen.

Wir in Bergedorf-West – Mai 2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger, Der Anspruch und Wille der SPD Bergedorf-West ist es, Themen und Probleme der Bürgerinnen und Bürger dieses Stadtteils/Quartiers aufzugreifen und sozial ausgewogene Lösungen dafür zu finden. Der SPD Ortsverein sieht sich auf einem guten Weg, diesem Anspruch gerecht zu werden. Unser größtes Anliegen ist dabei die Bürgerbeteiligung, die oftmals viel zu kurz kommt. Wir bieten allen Interessierten mit Anliegen unseren monatlichen Infostand an.

Hier kann man an uns herantreten und Anliegen, Vorschläge, aber uns auch Ratschläge geben, die wir gerne an die Bergedorfer Bezirksversammlung oder an die Bürgerschaft Hamburg weiterleiten. Darüber hinaus haben wir auch ausgezeichnete Kontakte zu vielen Vereinen und anderen Institutionen, wie der AWO oder der Stadtteilkonferenz. Und sollte es nicht möglich sein, unseren Infostand zu besuchen, so gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit uns dennoch in Verbindung zu treten. Unter www.spd-bergedorf-west.de kann man uns eine E-Mail zusenden oder unseren Newsletter abbonnieren. Darüber hinaus sind wir auch über die „Sozialen Netzwerke“ erreichbar. Suchen Sie auf Facebook nach: spd-bergedorf-west.

Ihr Jakub Wozniak

Das Grundgesetz – ein Gesetz für alle Menschen in Deutschland

edgarAm 23. Mai dieses Jahres jährt sich zum 67. mal die Feststellung durch den Parlamentarischen Rat, dass das am 08. Mai 1949 beschlossene Grundgesetz von mehr als Zweidritteln der beteiligten deutschen Länder angenommen wurde. Damit gilt es für das gesamte deutsche Volk, also auch für die Länder, die später Teil der DDR waren.

In den 146 Artikeln wurden Grundrechte für alle in Deutschland lebenden Menschen geschaffen und das macht das Grundgesetz zu einem einzigartigen Gesetz für Menschenrechte, das seinesgleichen sucht. Verankert sind hier u.a. weitgehende, unveräußerliche Rechte der Bürger, die nur mit einer Zweidrittelmehrheit des Bundestages verändert werden können.

Nun kann man sich fragen, warum ein solcher Artikel ausgerechnet zu einem 67. Jahrestag erscheint. Dieses Thema ist aber gerade heute wieder so wichtig, dass man nicht oft genug darauf aufmerksam machen kann. Gerade gegenüber einiger rechtspopulistischer Organisationen und Parteien müssen wir diese Rechte nachdrücklich vertreten und für deren Einhaltung sorgen. Wir alle sind mitverantwortlich, wenn wir Verstöße gegen die Grundrechte nicht aufdecken und deren Verursacher nicht anklagen.

Gerade die ersten 20 Artikel des Grundgesetzes müssen allen Menschen zugänglich und bewusstgemacht werden, um nicht nur die eigenen Rechte zu erkennen und vertreten, sondern auch die der anderen Menschen zu würdigen und zu achten.

Lasst uns also gemeinsam überlegen, wie wir nicht nur darauf aufmerksam machen können, sondern wie wir rassistischen Parolen und Übergriffen entschieden entgegentreten. Zögern führt nur zu noch mehr und größeren Problemen. Also, wenn nicht jetzt, wann dann?

Fangen wir einfach an!

Edgar Rehberg

Rechte fallen nicht vom Himmel – Internationaler Frauen-Tag am 8. März !

marianneDer Internationale Frauen-Tag reicht weit bis in die Mitte des 19. bis zum 20. Jahrhundert zurück. Es waren Textil- und Fabrik-Arbeiterinnen, die auf die Barrikaden gingen. Sie verdienten für die gleiche Arbeit nur einen Bruchteil des Lohnes der Männer. Mit Streiks erreichten sie nach und nach höhere Löhne, verbesserte Arbeitsbedingungen und kürzere Arbeitszeiten. Schon 1910 schlug die deutsche Sozialistin Clara Zetkin vor, einen festen internationalen Frauen-Tag zu vereinbaren. Seit 1917 ist der Tag auf den 8. März festgelegt. Was wurde für uns seitdem erreicht? Seit 1919 haben die Frauen das aktive und passive Wahlrecht. Seit 1949 ist im Grund-Gesetz – Artikel 3 – die Gleichstellung von Mann und Frau verankert. Seit 1959 ist die Gleichberechtigung gesetzlich verbrieft. Die Wirklichkeit sieht aber in weiten Teilen unserer Gesellschaft anders aus. Noch immer verdienen Frauen im Schnitt 20 % weniger als Männer. In der Regel haben sie die schlechter bezahlten Jobs in den sogen. sozialen Berufen: ErzieherInnen, Alten- und KrankenpflegerInnen, Putzhilfen. Fast jede zweite Frau arbeitet in Teilzeit mit allen Nachteilen für ihre Zukunftssicherung. So behält sie das kleinere Einkommen – Hinzuverdienst – , kann keine Karriere machen, und ihre Altersversorgung reicht nicht für eine eigenständige Absicherung. Ganz nebenbei hat sie die Kinder großgezogen, immer häufiger auch alleine. Es wird höchste Zeit, dass gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass es Vätern und Müttern möglich gemacht wird, dass die Erwerbsarbeit, die Hausarbeit und die Kindererziehung geteilt werden kann. Dazu müssen die starren Arbeitszeitregelungen verändert werden werden. Schaffen wir das ?

Marianne Rissmann

Berufsorientierung – 08/15 muss ein Ende haben!

EZU6X-NPB-5224705-miniDa ist es, das lang ersehnte Abiturzeugnis. Viel wurde dafür geleistet, aber was kommt jetzt? Ein Studium oder doch lieber eine Ausbildung? Und was ist eigentlich dieses „duale Studium“?

Diese Fragen quälen beinahe jeden, der gerade die Schule beendet hat und sie sind berechtigt. Viele wissen nicht, was sie nach der Schule machen sollen. Einige studieren, nur um nicht ohne Bachelor dazustehen. Manchmal studieren sie ein bisschen dies und ein bisschen das. Andere machen eine Ausbildung, ohne sich wirklich bewusst zu sein, was sie da eigentlich tun. Ist das nicht planlos?

Andere wiederum machen erstmal Pause, durchatmen nach über einem Jahrzehnt Schule. Keine Lust mehr auf Lernen, vielleicht den nicht geschafften Führerschein machen, ein wenig jobben, endlich mal sich selbst verwirklichen. Doch vergessen viele dabei die Zukunft.

Es wäre doch hilfreich einen Plan zu haben, zu wissen, was man nach der Schule macht. Was braucht man? Eine Berufsorientierung! Doch leider kommt die meist zu kurz. Während der Schulzeit machen Schüler mindestens ein Praktikum, das ist verpflichtend. Darüber hinaus zeigen einige Wenige Initiative und machen weitere Praktika.

Zusätzlich gibt es ein paar wenige Tage im Jahr Angebote seine Zukunft zu planen. „Berufsinformationstage“ oder „Unitag“ werden diese Konstrukte genannt. Doch welchen Nutzen haben diese Tage wirklich? Ein Seminar oder eine Vorlesung während dieser Tage findet in großen Gruppen statt. Angefangen bei vielleicht 15 Personen bis hin zu einem ganzen Hörsaal und das soll Schülern eine individuelle Berufsorientierung bieten? Das können diese Tage gar nicht!

Mit der Jugendberufsagentur wurde ein wichtiger und richtiger Schritt getan. Es muss unsere Aufgabe sein, Schülerinnen und Schülern den Übergang von der Schule zum Beruf so einfach wie möglich zu gestalten. Zusätzlich zu der bisherigen Berufsorientierung sollten Gespräche zwischen Schülern und kompetenten Beratern stattfinden, Einzelgespräche. Mit solchen Einzelgesprächen würden Schüler auf den richtigen Weg geführt werden. Die Jugendberufsagentur wäre sinnvoll ergänzt. Sie hätten die Möglichkeit von Anfang an das zu tun, was sie weiterbringt. So vermeidet man sinnlos studierte Semester oder die Wahl in einen völlig falschen Beruf. Die eigentliche Berufsorientierung findet zum richtigen Zeitpunkt statt: VOR dem Schulabluss.

Alexander Schmitt

Faktencheck: Flüchtlinge – Wahrheiten gegen Vorurteile TEIL II

#4: „Flüchtlinge kosten uns viel zu viel“

iftikarFakt ist: Die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung von Flüchtlingen belaufen sich laut Schätzungen auf rund zehn Milliarden Euro im Jahr. Das ist viel Geld. Doch nur ein Bruchteil von dem, was andere Flüchtlinge verursachen: Schätzungsweise 100 Milliarden Euro werden jährlich von Steuerflüchtlingen auf ausländischen Konten verfrachtet, um nicht in Deutschland Steuern zahlen zu müssen. Die, die es gut genug haben und trotzdem noch vor ihrer Verantwortung fliehen, um noch mehr zu bekommen, kosten uns also Jahr für Jahr zehnmal so viel, wie die Unterbringung und Verpflegung von Menschen, die vor Krieg, Mord und Totschlag fliehen.

Iftikar Malik

Das deutsche Superwahljahr 2016

Andere Länder andere Themen? Ein Beispiel am Örtchen „Schwäbisch-Hall“ in Ba-Wü

IMG_6885Das Jahr 2016 ist ein Jahr der gelebten Demokratie, die man vielerorts erleben kann. Ob in Hessen, Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen oder Berlin, überall wird emsig Wahlkampf gemacht und hoffentlich auch fleißig vom Wahlrecht Gebrauch gemacht. Und so unterschiedlich diese Bundesländer sind, unterscheiden sich auch die Wahlkampfthemen. Oder doch nicht? Blicken wir beispielsweise nach Baden-Württemberg und wagen einen Blick in das beschauliche Schwäbisch-Hall, welches man für gewöhnlich lediglich aus der Werbung und aufgrund des Slogans „auf diese Steine können Sie bauen“, des ansässigen Versicherers kennt. Mit seinen 37.952 Einwohnern leben zwar weniger Menschen in Schwäbisch-Hall als in Bergedorf (123.288 Einwohner), jedoch lassen sich dennoch Parallelen innerhalb der Wahlkampfthemen beobachten. An Infoständen der verschiedenen Parteien klingen die Themen, die von potenziellen Wählerinnen und Wählern angesprochen werden, auch in den Ohren eines Bergedorfers vertraut. Allem voran ist es die Flüchtlingspolitik,die sicherlich alle Infostände wie ein roter Faden durchzieht.Die damit verbundene Suche und Schaffung von neuem Wohnraum ist im kleinen Schwäbisch-Hall damit ein Top-Thema. Daneben geht es um kulturelles, wie beispielsweise die Freilichtspiele, die eine zweite Spielstätte außerhalb des Neubausaals benötigen oder das Thema der kommunalen Politik. Diese Problematik tangiert sicherlich auch viele andere Orte. Wie schafft man es,das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an kommunaler Politik zu wecken? Bei einer Wahlenthaltung von über 50% ist schließlich Handlungsbedarf vorhanden. Auch für uns in Bergedorf-West ist dieses Problem wahrlich nicht fremd. Somit gewinnt man schnell den Eindruck, dass die Themen in den verschiedenen Bundesländern, hier am Beispiel von Schwäbisch-Hall, zwar stets angepasst an die speziellen Bedarfe des jeweiligen Bundeslandes und Wahlkreises sind, bestimmte Themen jedoch über Bundesgrenzen stets vorhanden sind.

Jakub Wozniak

Der Schaukasten wurde bestückt!

Heute wurde auch unser -wiederaufgebauter- Schaukasten mit unserem Flugblatt bestückt. Prächtig glänzen die neuen Beiträge im Viertel. Danke Edgar!Schaukasten2

Restaurierung unseres Schaukastens!

12801489_1524371427858234_2418001580303027572_nEinen Schaukasten am Leben zu erhalten ist mancherorts gar nicht so einfach. Bereits vor vielen Jahren wurde unser ursprünglich schicker Schaukasten, sehr zentral in Bergedorf-West gelegen, Opfer von mutwilliger Zerstörung. Letztlich konnte man diesen nicht mehr als solchen identifizieren.

Aber nun haben sich unsere Vorstandsmitglieder Iftikar Malik und Edgar Rehberg die Mühe gemacht, unserem Schaukasten ein robustes und gleichzeitig schickes Design zu verpassen.

Vielen Dank! So werden unsere Mitteilungen sicherlich etwas mehr Aufmerksamkeit erhalten.