Bericht vom Runden Tisch – Bergedorf-West III

teamwork-451362_1280Über die Betreuung der Flüchtlinge in der Flüchtlingsunterkunft Bergedorf-West III

Auf Initiative des Vorsitzenden der Bergedorfer Tafel, Klaus Döcke, wurden ca. 40 Flüchtlinge der Wohnunterkunft Friedrich-Frank-Bogen am 25. April eingeladen, mit uns den „Hof Eggers“ zu besuchen. Es war der Tafel wichtig, dass vor allem Familien mit Kindern von dieser Einladung profitieren konnten. Es wurde rechtzeitig durch die Sozialbetreuung in der Unterkunft eingeladen, so dass, nachdem noch einmal alle Familien durch Frau Simonsen von „fördern & wohnen“  zur Abfahrt zusammengeholt wurden, gegen 11.00 Uhr der Bus abfahren konnte. Zur Betreuung fuhren Frau Simonsen und ich mit. Außerdem hatten wir dafür gesorgt, dass einige junge Männer, die bereits gut mit der deutschen Sprache vertraut waren, als Übersetzer zur Verfügung standen. Nach der Ankunft auf dem Hof wurde allen Familien erst einmal mitgeteilt, dass Essen und Trinken kostenlos sind. Inzwischen waren Herr Eggers Junior sowie einige Familienangehörige und Helfer der Tafel damit beschäftigt das Grillen vorzubereiten und allen zu zeigen wo sie die Getränke bekommen. Auch wenn es zeitweise regnete, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Es wurde sich fleißig unterhalten – soweit möglich auch auf deutsch – und es wurde ständig fotografiert. Neben einer Vertreterin der Bergedorfer Zeitung waren auch eine Fotografin und eine Reporterin vom Bundesverband der „Tafeln“ anwesend. Viele Flüchtlinge sowie Klaus Döcke  wurden befragt und auch fotografiert. In der BZ ist bereits der Artikel hierzu erschienen. Der Bundesverband der Tafeln wird ein Heft herausgeben, in dem dieser Ausflug umfassend geschildert werden soll.

Nun ging es zu den Pferden, die ja besonders für die Kinder eine große Anziehungskraft haben. Zuerst vorsichtig aber dann mit viel Spaß waren viele Kinder beim Ponyreiten, das nur ja nicht enden sollte. Nun stellte sich der Juniorchef mit seinem Trecker und Anhänger auch noch für mehrere Rundfahrten – an denen auch etliche Erwachsene  großen Spaß hatten – zur Verfügung. Zwischendurch wurde  die große Baumschaukel – nicht nur von den Kindern – genutzt und es wurden Blumen gepflückt. Schließlich wurde Kaffee und jede Menge Kuchen aufgetragen und auch diese Mengen wurden problemlos „verarbeitet“.

Als es gegen 16.00 Uhr so langsam wieder Richtung Bus ging, kamen viele der Flüchtlinge und deren Kinder zu uns und bedankten sich für den schönen Tag. Tatsächlich hat es kaum jemanden etwas ausgemacht, dass es zwischendurch auch geregnet hat. Alle waren sichtlich zufrieden und die Kinder – die übrigens größtenteils sehr gut deutsch sprachen – erzählten auch im Bus noch ganz aufgeregt von ihren Erlebnissen.

Für uns resultiert daraus die Erkenntnis, dass wir die Flüchtlinge immer wieder aus ihrer Enge in den Wohnunterkünften herausholen müssen, auch um ihnen zu zeigen,

dass sie uns in unserer Mitte willkommen sind. So wollen wir ihnen künftig auch in kleinen Gruppen Hamburg und Umgebung näher bringen und hoffen, es schließen sich noch mehr Menschen unseren Aktionen an.

Edgar Rehberg

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